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Österreicher im amerikanischen Bürgerkrieg

 

Hier starten wir unser besonderes Projekt, dass sich mit der Teilnahme von Österreichern im amerikanischen Bürgerkrieg beschäftigt.

 

Unsere Forschungen sind im Laufen und jede neue Erkenntnis wird sich hier auf dieser Seite so rasch als irgend möglich niederschlagen.

 

Für Hinweise und Informationen die Sie uns liefern können sind wir überaus dankbar und auch angewiesen.
Kontakt: max.sterling@civilwar.at

 

 

Deutsche / Österreicher im amerikanischen Bürgerkrieg

 

Laut unseren Recherchen und offiziellen Stellen kämpften rund eine halbe Million Deutsch-Amerikaner im Civilwar auf Seiten der Nordstaaten. Rund die Hälfte dieser Soldaten war noch in Deutschland geboren worden.
(die Zahlen variieren, da unter dem Begriff "German" die gesamte Volksgruppe der Deutschen gemeint war - also auch inklusive Leuten aus Österreich-Ungarn und Schweizern)

 

Auf Seiten der Konföderierten kämpften lt. allgemeinen Schätzungen ca. 5.000 deutschstämmiger Soldaten wobei der Großteil davon aus Texas stammte.

 

 

Für Österreich interessant ist die Tatsache, dass sehr viele unserer 48ziger (Ungarnaufstand) ebenfalls in die USA auswanderten und dort großteils auf Seite der Union in den Krieg eintraten.
Z.B. ist bekannt, dass von den zu dieser Zeit ca. 4.000 eingewanderten Ungarn rund 800 in die Unionsarmee eintraten.
Darunter 2 Generalmajore, 5 Brigadegeneräle, 15 Oberst (Colonel),  2 Oberstleutnants, 14 Majore, 15 Hauptmänner, und Unzählige als Unteroffiziere und Ärzte;
Die "Garibaldi Guards" z. B. bestanden zur Hälfte aus Ungarn.

 

Abraham Lincoln beförderte beispielsweise einige prominente Deutsche in den Offiziersrang - hauptsächlich deshalb um sich die Unterstützung der Deutsch-Amerikaner zu sichern.

 

Dabei handelte es sich großteils um Männer aus dem Kreis der Anführer der Märzrevolution von 1848 in den deutschen Staaten. Die sogenannten "Fortyeighters" wie sie auch genannt wurden.
Mehr über die angeführten Personen finden Sie unter Wikipedia - würde hier den Platz sprengen!

 

Personenliste:

 

"Fortyeighters" aus Deutschland:

 

Franz Sigel, (1824 - 1902), 4.5.1861 Oberst, 7.8.1861 US-Brigadegeneral
Peter Joseph Osterhaus, (1823 - 1917), Major, 9.6.1862 US-Brigadegeneral
August Willich, (1810 - 1878), 17.7.1862 US-Brigadegeneral
Friedrich Hecker, (1811 - 1881), Oberst, 82nd Illinois Inf. (US)
Ludwig Blenker, (1812 - 1863), Oberst - 9th N.Y. Inf., 9.8.1861 US-Brigadegeneral
Carl Schurz
, (1829 - 1906), US-Generalmajor / Divisionskommandeur 1862
Alexander Schimmelpfennig,

 

 

Einen der auch heute noch wohl berühmtesten / bekanntesten Deutschen im Civilwar finden wir auf der Seite der Konföderieten.
Johann August Heinrich Heros von Borke, (1835 - 1895), königlich preussischer Rittmeister, brachte es in der Konföderierten Armee bis zum Lieutenant Colonel (Oberstleutnant); diente unter General J.E.B. Stuart dessen persönlicher Freund er auch war; Wurde im Süden als der "giant dressed in gray" (der in grau gekleidete Riese) genannt - wegen seiner fast 2 Meter Körpergröße und seiner grauen Felduniform.
Nach dem Krieg kehrte er nach Deutschland zurück wo er auch gleich wieder in die preussische Armee eintrat; Er schrieb mehrere Bücher über seine Erfahrungen in Amerika und wurde ob seiner verbliebenen Loyalität gegenüber der Konföderation von den US-Amerikanern gerne als der "Baron Münchhausen der Konföderation" verspottet.

 

 
 

 

 

Österreicher in der Union

 

George Frederick d´Utassy, (1827 - 1892), UNGARN, Colonel (Oberst) 39th N.Y.Volunteer Infantry "Garibaldi Guards"
Eine recht dubiose Gestalt; Geboren in Ungarn mit einer mehr als verschwommenen Vergangenheit, kam er nach Amerika und unterrichtete die Damen der Gesellschaft als Tanzlehrer; Er erzählte gerne von den schlimmen Ereignissen die er in Europa mitmachen mußte - z.B. als Untergrundkämpfer, politische Gefangenschaft etc. etc. - nichts davon lies sich aber jemals wirklich bestätigen; Es wird allgemein angenommen, dass er eigentlich nur ein Zirkusreiter war. Nichts desto trotz sprach er angeblich 12 Sprachen und erhielt mit Eintritt in die Unionsarmee das Kommando über die 39th N.Y.Vol.Inf.;
.
Im Mai 1863 kam er vor ein Kriegsgericht - Anklagepunkt: er hatte Pferde der US-Armee gestohlen und verkauft, sowie einige andere Anklagepunkte betreffend Korruption etc.; Er wurde zu einem Jahr Haft im New Yorker "Sing-Sing" Gefängnis verurteilt.
Nach dem Krieg arbeitete er als Versicherungsvertreter. (irgendwie selbsterklärend...)

George Frederick d´Utassy,

 

 

Albin Francisco Schoepf, (1822 - 1886 ), geboren in Podgórze,(heute Distrikt Krakau, Polen), GALIZIEN, Absolvent der Wiener Militärakademie, dann Hauptmann in der österr. Armee, kämpfte unter Lajos Kossuth 1848 im Ungarnaufstand gegen Habsburg; flüchtete in die Türkei wo er als Militärberater des osmanischen Reiches agierte; wanderte dann in die USA ein und arbeitete beim US-Patentamt ehe er der Unionsarmee beitrat.
Er erhielt dort den Rang eines Brigadegenerals in der Army of the Ohio und kommandierte dort die 1st Brigade (11/1861 - 09/1862) und danach durch seine Erfolge sogar die 1st Division (09 - 11/1862);
Er war als aggressiver und fähiger Kommandeur bekannt; Lies die Reste von Felix Zollicoffer´s Einheiten (inkl. demselben) verfolgen wobei der Konföderierte General im "Feuergefecht" getötet wurde - gibt auch Stimmen die behaupten er wurde einfach erschossen.
Schoepf lies sich versetzen und war ab dem 13. April 1863 Kommandeur von Fort Delaware - einem Gefängnis für konföderierte Kriegsgefangene.
Nach dem Krieg ging er wieder zurück an seine Arbeit im Patentamt und starb 1886 nach langem Leiden (vermutlich Bauch-/Magenkrebs)

Albin Schoepf

 

 

Franz von Schilling, (
Eintritt in die Unionsarmee am 28.02.1862 im Rang eines Captains (Hauptmann); Befördert zum Major 1864;
3rd Pennsylvania Heavy Artillery, (Commander Company B, 152nd Pennsylvania Regt.Vol.)
Dann im VIII Korps, Battery Commander in Fort Delaware;

 

"DEFENSES OF BERMUDA HUNDRED, DECEMBER 31, 1864"
Organization of troops in the Department of Virginia and North Carolina, commanded by Maj. Gen. Benjamin F. Butler, U. S. Army, December 31, 1864

 

Bvt. Maj. Gen. Edward Ferrero (Spanier, Eltern Italiener)
First Brigade - Col. William Heine (Deutscher aus Dresden "Fortyeighter")
41st New York (six companies) - Lieut. Col Detlon Von Einseidel
163d New York - Lieut. Col Andres Wettstein
104th Pennsylvania, (five companies) - Capt. Theophiles Kephart
Second Brigade - Lieut. Col. G. DE PEYSTER AUDEN.
6th New York Heavy Artillery - Maj. George C. Kibbe
10th New York Heavy Artillery - Maj. James B. Campbell
Provisional Brigade - Col WILLIAM M. MCCLURE.
13th New Hampshire, Company C. - Lieut. Royal B. Prescott
2d Pennsylvania Heavy Artillery - Capt. Edward S. Rowand
Siege Artillery - Bvt. Brig. Gen. HENRY L. ABBOT
1st Connecticut Heavy, Companies C, D. F, G and H - Maj. George B. Cook
1st Connecticut Heavy, Companies A, B, E, I, K, L and M - Maj. Albert F. Brooker
Connecticut Light, Third Battery - Capt. Thomas S. Gilbert
13th New York Heavy, Companies A and H - Capt. William Pendrell
3d Pennsylvania Heavy, Companies E and G - Maj. Franz von Schilling.
3d Pennsylvania Heavy, Company M - Capt. Frederick Korte.

 

 

Franz von Schilling

 

 

Julius STAHEL-SZAMWALD,  (1825 - 1912)  -  TAPFERKEITSMEDAILLE !!!
geboren in Szeged (südöstlich von Budapest) , Deutsch-Ungar; Österreichischer Offizier (Leutnant). Schloß sich der Revolutionsarmee an und diente im Stabe der Generale Görgey und Guyon. Flüchtete nach Amerika. Im Mai 1861 Oberstleutnant in Blenkers 8. New Yorker Regiment "1st German Rifles". Er wurde von Präsident Lincoln belobigt, wegen seiner tapferen Haltung bei Bull Run I. Im November 1861 wurde Stahel Brigadegeneral und Führer der I. Brigade der Blenkerschen deutschen Division. Dieser wurde der Hauptangriff in der Schlacht von Cross Keys zuteil, welcher infolge des kopflosen Vorführens des 8. Regiments durch den Obersten Wutschel scheiterte. Stahel machte als Brigadier unter Sigel die Popesche Kampagne von 1862 mit und kämpfte mit großer Auszeichnung in der zweiten Bull Run Schlacht, deckte auch im Verein mit Schurzens Division den Rückzug der Armee Popes.

 

Am 29. September eroberte Stahel Warrenton und machte über tausend Gefangene. Am 27. November unternahm er eine Rekognoszierung gegen Jackson, bei Ashby Gap, jagte den Feind über den Shenandoah bis Sperryville, errang einen zweiten Sieg und verfolgte den Gegner. Er eroberte zwei Fahnen, machte große Beute an Proviant, Pferden und Vieh und mehrere hundert Gefangene. Im Frühling 1863 wurde Stahel der Waffe zugeteilt, für welche er sich besonders eignete, der Kavallerie. Stahel gehört zu denjenigen Führern, welche die bisher so jammervoll ausgestattete und schlecht geführte Reiterei der Union reorganisierten und dieselbe endlich zur Geltung brachten. Die Generale Hooker und Heintzelmann erklärten, daß die Stahelschen Reiterregimenter die besten seien, welche sie je gesehen hätten. Auf Lincolns Wunsch wurde diesen Reitern der Schutz Washingtons anvertraut.

 

Stahel war gleichzeitig mit Schurz am 14. März 1863 zum Generalmajor ernannt worden. Er diente als Reiterführer unter General Reynolds und hatte bei Frederick, Md., ein siegreiches Gefecht gegen die feindliche Reiterei unter General Young. Bis März 1864 führte Stahel die Kavallerie im Korps des Generals Couch und wurde am 26. April 1864 wieder dem Sigelschen Korps zugeteilt, welches im Shenandoahtale vordrang, aber bei New Market von Breckinridge geschlagen wurde. Stahel kam in diesem Gefecht nicht zur Geltung, desto mehr aber in den Kämpfen, welche Sigels Nachfolger, Hunter, im Shenandoahtale zu bestehen hatte. Stahel führte dabei die Vorhut. Er wurde auf dem Marsche nach Stauntonvon der Rebellen-Kavallerie unter Jones angegriffen, schlug jedoch den Feind zurück und verfolgte ihn bis Piedmont, wo man die feindliche Hauptmacht stark verschanzt antraf. Stahel hielt den Feind in Schach bis zum Eintreffen der Verstärkungen unter Hunter. In der nun folgenden Schlacht von Piedmont hat Stahel sich besonders ausgezeichnet und sich die Tapferkeitsmedaille verdient.

 

Obschon gleich im Anfange des Gefechts schwer verwundet, führte Stahel, doch seine Geschwader zu einer glänzenden Attacke vor, durchbrach die Verteidigungsstellung des Gegners und brachte letzteren zur völligen Auflösung. Infolge seiner Verwundung eine Zeitlang dispensiert, wurde Stahel später mit der Organisation von Rekrutenabteilungen in Harpers Ferry und Martinsburg betraut. General Stahel hat interimistisch als Korpsführer gewirkt. Er resignierte 8. Februar 1865. Nach dem Kriege war Stahel als Generalkonsul der Vereinigten Staaten in Yokohama, später in derselben Eigenschaft in Shanghai tätig. Er hat gegen 12 Jahre die Vereinigten Staaten im fernen Osten vertreten. Später hat sich General Stahel in New York verschiedenen erfolgreichen Unternehmungen zugewendet. Als 85 jähriger Greis machte der alte Held noch durchaus den Eindruck eines Sechzigers.
STAHEL Julius (geb. 05.11.1825)
Major General, U.S. Volunteers
Gefecht bei Piedmont, 5. Jun 1864
Der Deutschungar führte, obwohl er schon früh schwer verwundet worden war,
seine Division zu einer Attacke und warf den Feind aus seiner Verteidigungsstellung.
Datum der Verleihung: 4. November 1893

 

 

BURGER Joseph - TAPFERKEITSMEDAILLE!!!
Soldat, Kompanie H, 2. Minnesota Infanterieregiment
Gefecht bei Nolansville, 15. Februar 1863
Der in Österreich geborene Soldat gehörte zu einer Abteilung von 16 Mann, die einen Wagentreck gegen einen Angriff von 125 Reitern verteidigte.
Der Angriff konnte zurückgeschlagen und der Wagentreck gerettet werden.
Datum der Verleihung: 11. September 1897

 

KARPELES Leopold  -  TAPFERKEITSMEDAILLE !!!
Datum der Verleihung: 30. April 1870
Sergeant, Kompanie E, 57. Massachusetts-Regiment Sie standen und warfen den Feind zurück. Der in Ungarn geborene Karpeles sammelte am 6. Mai 1864 in der Wilderness als Fahnenträger seine flüchtenden Kameraden wieder unter die Fahne. Schlacht in der Wilderness, 6. Mai 1864

 

Alexander ASBOTH, (1810 - 1868)
geboren in Keszthely (Ungarn), Bergbauingeneur, besuchte die Ungarische Militärakademie und trat 1836 in die neu gegründete Ungarische Armee ein; brachte es bis zum Hauptmann und nahm an den Schlachten von Kapolna und Nagysallo teil. Nach diesen Schlachten schloß er sich Lajos Kossuth im Revolutionskrieg gegen Habsburg an. Nach dem mißglückten Aufstand floh er mit Kossuth in das osmanische Reich; 1851 wanderte er nach Amerika aus; Ab Juli 1861 war er Stabschef in Gen. John C. Fremont´s Stab; Im September 1861 wurde er zum Brigadegeneral befördert und erhielt das Kommando über die 4th Division in Fremont´s westlichem Feldzug; In der Schlacht von "Pea Ridge" wurde er am Arm schwer verwundet; Danach Kommandeur von Garnisonen in Kentucky und Ohio; Im August 1863 wurde er dem District West Florida zugeteilt mit dem Sitz in "Fort Pickens"; Bei der Schlacht von "Marianna" am 27.09.1864 wurde er wieder - diesmal sehr schwer - verwundet. Nach dem Krieg wurder er als Konsul nach Argentinien und Uruguay gesandt und starb 1868 vermutlich an den Auswirkungen seiner schweren Verletzungen in Buenos Aires; Seine Überreste wurden 1990 in die USA überstellt und liegen heute auf dem "Arlington" Friedhof.


 

 

Die drei Söhne von Emilia Kossuth dienten ebenfalls in der Unionsarmee.
Ladislaus Zulavsky wurde Oberst des 82nd U.S. Colored Infantry Regiment in dem auch seine beiden Brüder Sigismund und Emil als Leutnants dienten.

 

 

Börnstein H., (
Oberst des 2. deutschen Missouri-Regiments. Ebenfalls ein ehemaliger österreichischer Offizier, war auch ein  "48ziger". Einer der Hauptführer bei der Truppenerhebung von Deutschen in St. Louis. Er war zudem Redakteur und Besitzer des »Anzeiger des Westens«. Börnstein hat nur an den ersten Kämpfen in Missouri teilgenommen und wurde bald von Lincoln als Konsul nach Bremen geschickt.

 

 

Gotthilf BOURRAY D´LVERNOIS = Gotthilf BOURRY, (
Ein ehemals österreichischer Offizier; Er stand später in päpstlichen Diensten. Schurz erwähnt Bourray rühmend bei Chancellorsville, wo er das 68. New York-Regiment - "2nd German Rifles - Cameron Rifles" in Schimmelfennigs Brigade kommandierte. Er führte das Regiment auch bei der Schlacht von Gettysburg wo noch heute ein Steinmonument an die 68th N.Y. und ihren Kommandeur erinnern. Wegen seinem starken Hang zum Alkohol wurde er aus dem Dienst entlassen.

 

 

Herbert von HAMMERSTEIN, (
Ein ehemaliger österreichischer Offizier, Major im Stabe McClellans. Sein General stellt ihm das glänzendste Zeugnis aus. Wenn es schwierigen und wichtigen Adjutantendienst gab, so wurde von Hammerstein oder dessen gleichfalls im McClellanschen Stabe dienender Freund Paul v. Radowitz dazu ausgesucht. Am 30.05.1863 wurde von Hammerstein Oberstleutnant des 78th New Yorker Infantry Regiments. Im Mai 1864 folgte die Beförderung zum Oberst. Schrecklich war sein Schicksal nach dem Ende des Krieges. Der ehemals so verhätschelte Offizier konnte sich nicht ernähren. Er trat als Gemeiner in die reguläre US-Kavallerie ein in der Hoffnung, daß er dort schnell Karriere machen würde. »But his habits were against him« meldet Mc Clellan, der sich noch in späteren Jahren seines Adjutanten erinnert und ihm in seinem Buche »Mc Clellans own story« ein Denkmal setzt. v. Hammerstein wurde zum Befördern der Post im wilden Westen verwendet. Er hatte die Briefe von einem der Forts nach einem andern zu bringen und kam in einen schlimmen Schneesturm. Als er unterwegs lieg blieb erfroren ihm beide Beine und mußten amputiert werden. Dieses Unglück rührte seine Angehörigen in Österreich, er wurde zurück in die Heimat gebracht, wo er auch starb.

 

 

Julius H. v. HAUSEN, (
Doktor. Achtundvierziger Flüchtling aus Wien. Zuerst Regiments- dann Brigadearzt in der Potomacarmee. Wirkte fast während des ganzen Krieges als Chirurg in hingebungsvollster Weise.

 

 

Friedrich (Frederick) KNEFLER, (1834 - 1901)
geboren in Arad (Ungarn), 48ziger, wanderte mit seinem Vater 1849 nach Amerika aus, trat im April 1861 als 1st Lieutenant bei der 11th Indiana Infantry in den Krieg ein, zum Captain befördert im Juni 1861, später als Major diente er als Assistent Adjudant General im Stab von Gen. Lew Wallace (dem Autor des bekannten Romans "Ben Hur"); im August 1862 wurde er zum Oberst des 79th Indiana Volunteer Regiment befördert. Er nahm an den Schlachten bei Nashville, Chattanooga und Franklin (Tennessee) teil und brachte es im März 1864 sogar zum Brevet Brigadegeneral. Nach dem Krieg wurde er von Präsident Hayes zum "Chief of the Pension Office" befördert. Er starb 1901 in Indianapolis wo er auch begraben liegt.

 

 

 

Stephan KOVASZ, (
Major und Regimentsführer im 54. New Yorker Regiment. Zeichnete sich besonders bei Bull Run II aus. Nachdem Oberst Koltes gefallen war, übernahm Kovasz den Befehl über die Koltessche Brigade. Ehemals österreichischer Offizier.

 

 

Eugen Arthur KOZLAY, (
Oberst des 54. New Yorker Regiments »Schwarze Jäger«. Früher österreichischer Offizier. Während der ungarischen Revolution Adjutant Kossuths. Kozlay diente während des ganzen Krieges.
1865 zum Brigadegeneral befördert.

 

 

Adolf v. Lüttwitz, (
ehemals österreichischer Offizier. Zuerst im 54. New Yorker Regiment, dann im Schurzschen Stabe. Später Kommandeur der Pioniere der Division Schurz. Trat später in englische Kriegsdienste und kämpfte noch im letzten Burenkriege.

 

 

Leopold MARKBREIT, (
zuletzt Oberst. Aus Wien gebürtig, Halbbruder des Redakteurs Fritz Hassaurek vom Cincinnatier Volksblatt. Nach dem Krieg US-Botschafter in Bolivien; Markbreit wurde 1907 mit großer Mehrheit zum Bürgermeister von Cincinnati gewählt. Er war einer der letzten Zeugen (gest. 1909) der fürchterlichen Qualen, welche die gefangenen Unionsoffiziere im Libby-Gefängnis zu Richmond zu erdulden hatten. Er war einer der Geiseln, welche vom Lose dazu bestimmt wurden, erschossen zu werden, im Falle die Unionsführung das Todesurteil an drei gefangenen Rebellenoffizieren, welche der Spionage überführt worden waren, vollstrecken sollte. In einer Zelle des Kellers von Libby traf er mit seinem Schicksalsgenossen Emil Frey zusammen.

 

 

Germain v. METTERNICH, (
Oberstleutnant des 46. New Yorker Regiments
, fand auf der Insel Tybee bei Savannah einen schrecklichen Tod. Ein stolpernder Infanterist rannte ihm das Bajonett durch den Hals. Metternich war ein Achtundvierziger, hatte in Baden unter Sigel gekämpft und war früher österreichischer Dragoneroffizier gewesen.

 

 

Geza MIHALOTZY, (
Deutsch-Ungar, früher österreichischer Offizier, Oberst des 24. Illinois-Regiment.
Gründete die "Chickago Lincoln Riflemen" die aus Böhmen und Ungarn bestanden; als die Kompanie mit dem 24th Illinois Inf.Regt. zusammengelegt wurde, wurde er zum Regimentskommandeur befördert.
Kaum von einer in der Schlacht am Chickamauga erhaltenen schweren Wunde genesen, wurde er im Februar 1864 bei einer Rekognoszierung am Buzzard Roost in Georgia abermals so schwer verwundet, daß er bald darauf starb. Beerdigt auf dem Nationalfriedhofe in Chattanooga, wo 13000 gefallene Soldaten ruhen.

 

 

Franz A. v. MOSCHZISKER, (
Dr. med., Stabsarzt in der österreichischen Armee, beteiligte sich an der Erhebung in Ungarn, hervorragender, auch von Carlisle gerühmter Schriftsteller. Kam im Jahre 1853 nach Amerika. Während des Bürgerkrieges Militärarzt in den großen Hospitälern von Washington.

 

 

Georg OESTERREICH, (
Hoestrich genannt. Kapitän im 46. New Yorker Infanterie-Regiment (Rosas Frémont Rifles). Fiel bei Bull Run II, als er die bedrohte Regimentsfahne ergriffen hatte.

 

 

Oswald OTTENDORFER, (
bedeutender Publizist, Redakteur der New Yorker Staatszeitung. Achtundvierziger aus Wien. Ottendorfer hat sehr viel dazu beigetragen, um die deutschen Demokraten für die Unionssache zu begeistern. Die Staatszeitung war ein demokratisches Parteiblatt und diente während der kritischen Periode manchem der Achtundvierziger als Zielscheibe von zum Teil geradezu pöbelhaften Angriffen. Ottendorfer resignierte als Präsidentschaftselektor des Staates New York, nachdem die Charlestoner Konvention sich für die extremsten Forderungen der Sklavenhalter erklärt hatte und führte das höchst einflußreiche Blatt dem Unionslager zu. Ottendorfer sowie dessen Gattin, haben ihren großen Reichtum in den Dienst der Wohltätigkeit gestellt und bedeutende Stiftungen sowohl in New York als in der alten Heimat hinterlassen.

 

 

v. PILSEN, (
Oberst der Artillerie. Ehemals österreichischer Offizier. Zeichnete sich besonders unter Fremont 1862, im Shenandoahtale gegen Jackson aus. Wurde bei einer Rekognoszierung schwerverwundet und starb an den Folgen.

 

 

Alois PODRASNIK, (1845 - 1937)
geboren in Bistriz (heutige Tschechische Republik), wurde von seinem Vater (Weinhändler) für 2 Jahre nach Amerika geschickt - besuchte die Deutsch-Amerikanische Schule in Milwaukee um dort Englisch zu lernen, wanderte nach Amerika aus, trat mit Ausbruch des Krieges in die Unionsarmee ein; 1st Lieutenant in der 156th Illinois Infantry; Nach dem Krieg erfolgreicher Geschäftsmann; Als er 1937 starb war er der letzte Civilwarveteran der Union in Südcalifornien.

 

 

Robert J. ROMBAUER, (
Oberst des I. Reserve-Regiments, Missouri. Deutsch-Ungar. Hatte unter Kossuth gekämpft.

 

 

 

Károly (Charles) ZÁGONYI, (1822 - 1867 ?)
Saß 2 Jahre in einem österreichischen Gefängnis. 48ziger; Gründer und Kommandeur von "Fremont´s Body Guard", einer Elite-Kavallerieeinheit, säuberte das Umfeld und die Stadt Springfield (Missouri) von den konföderierten Einheiten und sicherte so den Erhalt von Missouri in der Union. Der frühere ungarische Hussarenoffizier überredete Fremont ihn die überlegenen konföderierten Einheiten angreifen zu lassen. Sein Angriff mit 300 Reitern wurde wegen der 10:1 Überlegenheit der konföderierten Truppen als "Zagonyi´s Death Ride" bekannt und gilt als einer der ersten großen Kavallerieangriffe des Civilwars. In Springfield erinnert noch heute eine Gedenktafel auf einem Steinmonument daran.

 

Österreicher in der Konföderation

 

 

John Rudolph NIERNSEE, (1814 - 1884)
geboren in Wien, studierte Architektur an der Prager Universität, war einer der wichtigsten Architekten des 19ten Jahrhunderts in Amerika (!), eines seiner imposantesten und wichtigsten Gebäude war das "State House" in Columbia, South Carolina.
Major in der konföderierten Armee;

 

 

Franz Adolf Pfaffenschläger, (~1819 - 1882)   -   (möglicherweise Niederösterreich / Mühl- oder Waldviertel)
wanderte 1848 nach Nordamerika aus, da er angeblich zu den Aufständischen gehörte;
lebte in Mobile, Alabama; trat 1861 als Freiwilliger in das 38th Alabama Infantry Regiment ein - zuerst als Soldat (Hornist), brachte es bis zum Militärkapellmeister; Er ist unter den letzten 80 von ursprünglich 830 Männern des 38. Regiments, die nach dem Kampf in einem spanischen Fort bei Citronelle einquartiert sind, als sich CSA Generalleutnant Richard Taylor mit den letzten 38ern im Mai 1865 dem Yankee Generalmajor E. R. S. Canby ergibt.
Im März 1882 schießt sich Frank Pfaffenschläger mit einem Derringer in die rechte Schläfe, während er mit Freunden zusammen sitzt. Er ist im Friedhof nördlich des Stadtzentrums von Birmingham begraben, sein Grabstein existiert immer noch.

 

 

Curt Raidler, (?)
Mitglied von "Quantrill´s Raiders" - möglicherweise nur eine Literatur- bzw. Filmfigur - wird noch überprüft!!!!

 

 

Ein noch namentlich unbekannter ungarischer Hussarenoffizier als Colonel;

Bekannte "deutsche" Einheiten:

Blenker's German Division

1st Brigade: (Stahel) 8th, 39th, 45th N.Y., 27th Penn. 2nd Brigade: (Steinwehr) 29th, 54th, 68th N.Y., 73rd Penn. 3rd Brigade: (Bohlen) 41st, 58th N.Y., 74th, 75th Penn., 4th N.Y. Cavalry with Schirmer's, Wiedrich's, Sturmfels' Artillery batteries.

 

Die Division gehörte zu Fremont´s Korps im sogenannten "Mountain department" und dem "Shenandoah Valley".
Oberkommandierender war Carl Schurz. Die Division gehörte auch zu Franz Sigel´s Korps in Pope´s Army of Virginia. Im September 162, kurz vor Antietam, wurde das Armee-Korps reorganisiert und die Deutsche Division mit amerikanischen Regimentern gemischt - daraus entstand das IX Korps der Army of the Potomac unter dem Kommando von Sigel - später ersetzt durch Oliver O. Howard (kurz vor der Schlacht von Chancellorsville).

 

Im April 1864 als die Division zur westlichen Armee verlegt wurde, formte man mit dem IX und dem XII Korps das neue XX Korps. Hier diente das XX Korps unter Sherman bis zum Ende des Krieges im Westen. Mit der Zeit verlor der deutsche Character jeder Einheit die größer als ein Regiment war (durch Verluste, Ausmusterungen, usw.) an Bedeutung.

 

Ein einzelnes Regiment der originalen Blenker´s Division ist aber erwähnenswert. Die "Garibaldi Guards" (39th N.Y. Volunteer Infantry) bestand großteils aus Italienern und Deutschen aber auch mit einer einzigartigen Mixtur aus echten Zouaven aus Algerien, Kossaken, indischen Sepoys, Türken, Slaven, Schweizern, Spaniern und Österreichern.
Der Kommandeur Colonel D´Utassy war ein Ungar und ursprünglich ein Zirkusreiter.

 

8th New Yorker Infantryregiment
Bestand hauptsächlich aus deutschsprachigen Einwanderern. Blenker war der ursprüngliche Regimentskommandeur bevor er zum Brigadegeneral ernannt wurde und seine eigene "German Division" erhielt. (siehe oben)

 

 

 

Bekannte Personen mit "deutschen" Wurzeln:


 

Felix Zollicoffer, (1812 - 1862), Brigadegeneral, Confederate States Army of Tennessee
Nachkomme schweizer Einwanderer in North Carolina 1710; Sein Großvater diente als Hauptmann im Revolutionskrieg gegen Großbritannien und erhielt dafür als Belohnung ein Stück Land in Tennessee;
1836 freiwillig in die US-Armee eingetreten kämpfte Felix als Leutnant im 2ten Seminolenkrieg in Florida;
Später in der Politik tätig; Obwohl selbst ein großer Vertreter der Staatenrechte war er kein glühender Sezessionist.
Als sich Tennessee allerdings der Konföderation anschloß, bot er der provisorischen Armee von Tennessee seine Dienste an.
Aufgrund seiner Kampferfahrung wurde er am 09.07.1861 vom Gouverneur zum Brigadegeneral befördert.

 

 

 

George Armstrong Custer, (1839 - 1876)

Kavallerie Offizier im Civilwar, starb später bei der bekannten Schlacht am Little Bighorn in Montana.
War in der fünften Generation deutscher Abstammung von Arnold Kuster (1669 - 1739);
Seine dritte Frau Rebecca stammte aus Kaldenkirchen / Westfahlen, sie immigrierte über Hannover in Pennsylvania.

 

 

 

 

 

(to be continued - M.Stimpfl aka. Max Sterling)
10.08.2008

Quellenverzeichnis

 

Ein Teil der hier angeführten Österreicher / Alt-Österreicher wurde von Wilhelm Kaufmann im Jahre 1911 veröffentlicht ("Deutsche im amerikanischen Bürgerkrieg").

 

Detaillierte Infos hierzu (sowie weitere hilfreiche Links) unter:

 

http://www.bigcountry.de/index.php?Seite=/auswanderer_buergerkrieg.htm

www.dmna.state.ny.us/historic/reghist/civil/infantry

http://freepages.genealogy.rootsweb.ancestry.com

 

 

 

Weiters stammen Informationen von englischsprachigen Webseiten die hier - auf das wesentliche reduziert - ins Deutsche übersetzt wurden.

 

 

Bildmaterial: Stammt großteils aus Büchern (eine detaillierte Liste folgt);

M.Stimpfl 11.08.2008

www.wcc.at Clinch Rifles