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Infantry im amerikanischen Bürgerkrieg

 

"Die Krone (oder auch Königin) aller Waffengattungen...." - die   I N F A N T R Y

 

Hier einige grundlegene Information über die Infantry. Seitens der CSA wird die Infantry bei uns durch
das 2nd Regt.-Rifles S.C.V. vertreten - mehr zum Regiment => unter diesem Link

 

Der amerikanische Bürgerkrieg ist in vielerlei Hinsicht für den heutigen Historiker von Interesse;

Neben sämtlichen wirtschaftlichen und politischen Hintergründen dieses Krieges gibt es gerade für den militärhistorisch interessierten in diesem Konflikt eine Menge wissenswertes zu finden.

 

Wie jeder Krieg der Geschichte (egal in welcher Epoche) hat auch der große Krieg auf dem amerikanischen Kontinent viel zur technischen Weiterentwicklung der Menschheit beigetragen. Ist es doch allseits anerkannte Tatsache, dass der Mensch sich stets neue Dinge einfallen lies um seine Widersacher noch schneller, noch besser und vor allem noch effektiver zu töten.

 

Der Krieg von 1861-1865 bildet hierin keine Ausnahme - interessant dabei ist allerdings, dass wir es hier mit dem von vielen Historikern benannten "letzten Krieg napoleonischer Kriegsführung" und andererseits aber auch mit dem "ersten modernen Krieg" zu tun haben.

 

Der Einfallsreichtum in der Kriegsführung und besonders in der Waffentechnik brachten Auswirkungen und einen Entwicklungsschub die letztendlich genauso ihren Teil zu den Stellungskriegen bei Verdun oder den großen Schlachtschiffen des 1ten Weltkrieges beitrugen.

 

Aber zurück zur Infanterie / Infantry - im 19ten Jahrhundert (und natürlich auch in den Jahrhunderten davor) schlechthin der Hauptbestandteil jeder Armee auf diesem Globus.

 

Als Infanterie oder Fußtruppe bezeichnet man zu Fuß kämpfende, mit Handwaffen bewaffnete Soldaten der Bodenstreitkräfte. Obwohl es den Begriff Infanterie erst ca. seit der frühen Neuzeit gibt, wird er auch für die entsprechenden Streitkräfte früherer Epochen verwendet.

 

Infanterie ist also einerseits der Begriff um sich gegen unorganisierte Kämpfer zu Fuß, etwa Stammeskrieger, oder andererseits auch gegen Soldaten, die nicht zu Fuß (z. B. Cavalry / Reiterer, Marine) oder mit schweren Waffen (Artillery / Geschütze) kämpfen, abzugrenzen.

 

Die Infantry des amerikanischen Bürgerkrieges:
"... einen Veteranen erkennt man an seiner zerschlissenen Uniform, seinem tadellos gepflegten Gewehr und einer gut gefüllten Patronentasche..."    Zitat eines konföderierten Soldaten;

 

Die napoleonische Art der Kriegsführung - Linieninfanterie, Schulter an Schulter stehende Soldaten gehen in Linie solange auf den Feind zu bis man die Feuerreichweite erreicht um sich dann gegenseitig solange mit Salven zu beschiessen bis es einer Seite zuviel wird und die Soldaten das Weite suchen (oder keiner mehr da ist...) -  war zu Beginn dieses Krieges die allgemein gültige Taktik.

 

Bis zu 30% Ausfall (Verluste pro Einheit) für jedes Aufeinandertreffen waren kalkuliert und "normal".
Ein Horror für jeden heutigen Strategen;

 

Die Bewaffnung der Infantry des amerikanischen Bürgerkrieges schwankt je nach Seite (Union / Konföderation);
Grundsätzlich kann man aber insofern verallgemeinern, das die Soldaten mit einem Vorderladergewehr mit gezogenem Lauf und Perkussionszündung (Zündhütchen) ausgestattet waren.

 

Die auch heute noch sehr verbreitete Meinung bei Waffentechnisch weniger bewanderten Personen (und etwas, das man auch immer wieder von Besuchern bei einem Reenactment zu hören bekommt), dass man "mit diesen Gewehren sowieso nichts trifft" bzw. die "Kugel nach 20 Metern zu Boden fällt" gehört schlichtweg in das Reich der Märchen und Phantasiegeschichten.

 

Die Gewehre waren durchaus in der Lage auf 100 Meter punktgenau zu schießen - abhängig von der Ausbildung und dem Talent des jeweiligen Schützen mit Kimme und Korn richtig zu zielen. Die mögliche Einsatzschussweite liegt offiziell sogar bei bis zu 300 Metern.

 

Duch die Weiterentwicklung der glattläufigen Musketen zu den gezogenen Läufen und der damit verbundenen erhöhten Leistungsfähigkeit und Zielgenauigkeit der Waffen, sowie der Weiterentwicklung und dem Einsatz neuer Munitonstypen waren die Verluste auf beiden Seiten verheerend.

 

Jedoch, auch im "Civilwar" lernten Soldaten und Offiziere relativ rasch zu schätzen was eine gute Deckung wert ist.
Stellungskriege wie z.B. bei der Belagerung von Petersburgh - mit riesigen Stellungen, Schützengräben und Mörserbeschuß - fand man in diesem Ausmaß erst wieder im 1. Weltkrieg.

 

Die leider auch in der heutigen Reenactorszene noch immer weit verbreitete Meinung - "na, bei den Südstaatlern war das alles viel lockerer als bei den Unionssoldaten" oder "wir sind ja alle Rebellen - wozu also Disziplin halten" - ist ebenfalls ein schwerwiegender Fehler der in das Reich der Märchen und Mythen gehört.

 

Keine Armee der Welt - egal aus welcher Epoche - konnte sich Disziplinlosigkeit erlauben!

 

Beschreibt sogar Lt. Dean (ein Veteran der 2nd Rifles), in seinen Erinnerungen über den "großen Krieg", die Degradierung eines Sergeanten weil sich dieser außerhalb der Einheit bewegte um nicht wie alle anderen durch den Schlamm marschieren zu müssen.

 

(to be continued - Markus Stimpfl, aka. Max Sterling)

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