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Bericht Pilsen 2008

(Bericht von Gnr. Handy Harris)

 

Unsere Ankunft am Freitag  Abend gestaltete sich verregnet. Nachdem das Zelt aufgebaut war, leisteten wir  unserem QmstrSgt. in seinem Zelt Gesellschaft. Es war recht eng, da sehr viele versuchten im Trockenen zu bleiben und dennoch nicht alleine in ihren Zeltern zu sitzen. Viele waren schon die gesamte Woche vor Ort. Man sah ihnen die Strapazen der vergangenen Tage an. Doch die Moral war groß. Jeder wollte den Yankees zeigen, dass man diesen Krieg gewinnen will und keinen Zweifel daran lassen!

Nach einer verregneten, aber im Zelt trockenen, Nacht, wurde gefrühstückt. Danach begann sofort der Drill. Die für den Tag wichtigsten Kommandos wurden noch einmal geprobt. Das Hauptaugenmerk unseres Leutnants lag auf Skirmishing.

In alter Tradition des Reenactments in Pilsen begann der Marsch zum Schlachtfeld bereits am Vormittag. Mit einer Rückkehr vor dem Abendessen war nicht zu rechnen. Daher hatten alle ihre Haversacks gefüllt mit diversen Nahrungsmitteln. Auch die Feldflaschen wollten gefüllt sein.

Wir begannen mit einem Marsch durch den Wald. Schon bald stießen wir auf eine Picket-Line der Yankees. Das erste Feuergefecht brach aus. Doch schon nach ein paar Salven von unserer Seite trat der Feind den Rückzug an. Langsam arbeitete sich unsere Skirmish-Line vorwärts. Die Linie zu halten war in dem dicht bewachsenen Wald nicht immer einfach. Doch jeder tat sein Bestes.

Während des Marsches kam es immer wieder zu kleineren Geplänkeln welche ohne Verluste auf unserer Seite gemeistert wurden. Nach einigen Stunden hatten wir die Yankees in die Enge eines Hofes getrieben. Verzweifelt versuchten sie ihre Stellung zu verteidigen. Unserem Charge hielten sie jedoch nicht stand. Die Überlebenden ergaben sich ohne noch weiteren Widerstand zu leisten.

Zu unserem Glück war der Hof besetzt, und wir konnten unsere Marschrationen zu uns nehmen. Schon nach kurzer Zeit ertönte wieder das „Fall in“. Wir setzten unseren Marsch fort. Nach ein paar Minuten wurde unsere Kompanie in 2 Squads aufgeteilt. Das Squad in welchem ich Dienst tat wurde hinter einer Geländekante im Skirmish aufgestellt. Jeder suchte sich einen gut geschützten Platz und legte sich flach auf den Boden. Wir wollten die Yankees überraschend unter Feuer nehmen.

Das zweite Squad wurde fast im rechten Winkel zu uns, entlang eines Waldweges, postiert. Der Feind sollte in die Zange genommen werden.

Nach langem Warten hörten wir die ersten Schüsse. Die Yankees versuchten uns aus der Reserve zu locken. Unser Gegenfeuer zu provozieren damit wir unsere Position preisgeben. Doch waren alle sehr diszipliniert und wiederstanden der Versuchung auf den bereits in Sichtweite befindlichen Feind zu feuern.

Erst als die ersten Schüsse in unsere Richtung abgefeuert wurden und somit klar war, dass der Feind uns entdeckt hatte, feuerten wir zurück. Plötzlich hörte ich einen Schuss in meinem Rücken. Ich drehte mich um und sah einen Kameraden am Boden liegen, dann sah ich eine Blaue Uniform im dichten Gestrüpp nach links huschen. Der Feind hatte uns umzingelt! Wir leisteten verzweifelt Widerstand, mussten jedoch den Rückzug antreten. In Panik liefen meine Kameraden und ich nach hinten. Entfernten uns vom 2ten Squad immer weiter. Das Schicksal unserer Kameraden war uns unbekannt. Wir hofften auf deren Angriff um uns neu formieren zu können. Doch dieser kam nicht.

Ich fand mich alleine im Wald. Konnte noch 2 Schuss abfeuern bevor ich mich 3 Yankees ergeben musste. Es war aussichtslos…..

In der Zwischenzeit kämpften unsere Kameraden des 2ten Squads tapfer. Es schien schon als könnten sie die drückend überlegenen Yankees in die Flucht schlagen. Doch konnten diese in letzter Minute die Schlacht für sich entscheiden.

Der dritte Teil des Tages gestaltete sich ähnlich wie der erste. Die Yankees lieferten uns ein langes zähes Rückzugsfecht zurück ins Lager.

Während eines dieser Geplänkel rannte einer unserer Männer, nachdem wir unsere Salve abgefeuert hatten, plötzlich Richtung Yankees. Jedem war sofort klar: Der Mann will überlaufen! Ich hörte den Colt unseres Leutnants klicken. Er wollte ihn stoppen, hatte aber keine Munition mehr! Im Augenwinkel sah ich wie unser Sergeant sein Rifle hob und den Deserteur auf halbem Weg erschoss.

Nachdem wir die Yankees in ihr eigenes Lager getrieben hatten, kam es noch zu einem letzten verzweifelten Aufbäumen. Beide Seiten kämpften tapfer mit der Verbissenheit mit der man nur kämpfen kann wenn man mit dem Rücken zur Wand steht. Für die Yankees gab es kein zurück mehr. Für uns nur eine Richtung: in das Lager der Yankees! Diese versuchten uns mit einem Sturmangriff aus ihrem Lager zu treiben. Dies gelang ihnen jedoch nicht! Dixie was victorious!

www.wcc.at Clinch Rifles