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REENACTMENT IN ZELEZNE
(Bericht von Pvt. Gordon Andy)

 

 

Am Wochenende vom 13. 6. bis 15. 6. fand in Zelezne bei Tisnov in der Teschechischen Republik ein Reenactment , veranstaltet von dem Infanterieregiment 9. New York, statt.

 

Seitens der CWRA nahmen daran teil: 1st Sgt. Josey Wales als Oberkommandierender der CS-Truppen, Quartermaster-Sgt. Gary O`Green als Private, Corporal Robert Repp und die Privates Werner Mountjoy, Andy Gordon,  Jiri Benes,  Carl Henry Goldman und Gefährtin, alles in Allem bestanden die Streitkräfte der CSA aus 16 Mann Infanterie (inkl. Abgesessener Kavallerie) und 4 Mann Artillerie mit 2 Kanonen. Uns standen auf Seiten der US-Truppen 22 Mann Infanterie und 4 Mann Artillerie mit 1 Kanone gegenüber.

 

Zu unserer Überraschung war das Lager nicht am üblichen Platz gleich beim Sportplatz, sondern ein Stück weiter bergan auf einer steilen Wiese, was bei der Wahl des Zeltplatzes einige Probleme aufwarf, da große Gefahr des Abrutschens aus den Betten in der Nacht bestand. Am Abend des 13. Juni gingen wir zum alljährlichen Country-Fest am Sportplatz zum Abendessen und dann auf Wache. Am 14. Juni um 6 Uhr fand der Roll-Call statt und die Befehlsausgabe für den Tag: Full marching order, Verpflegung und Getränk sind mitzu-nehmen, da wir den ganzen Tag unterwegs sind. Nach dem Frühstück dann die Dress-Parade und Abmarsch bei herrlichem Wetter zum ersten Teil der Schlacht – wir kämpfen uns durch die Ortschaft zu einem Obstgarten und erkämpfen uns ein Unentschieden. Danach lädt uns die örtliche Bevölkerung auf ein Gulasch ein und die Veranstalter spendieren uns zwei Getränke bei der Ausschank am Sportplatz. Nach der kurzen Pause ziehen wir wieder in Feld – diesmal eine andere Route als die Jahre zuvor. Wir nähern uns dem üblichen Schlachtfeld von der anderen Seite her, über einen Feldweg, auf dem wir die Artillerie postierten und den Yankees einen Hinterhalt bereitstellten. Wir verbargen uns im dichten Gestrüpp am Hang neben dem Feld-weg und ließen die feindlichen Skirmisher unbehelligt unter uns vorbei und griffen erst den Haupttrupp an. Dieser entwich nach heftigem Gefecht seitlich über ein Feld legte seinerseits ein Stück weiter entlang des Feldweges einen Hinterhalt gegen uns an. Unser überlegenes Artilleriefeuer trieb den Feind  immer weiter – obwohl jeder Yankee ca. 20 Schuß verträgt, bevor er endlich umfällt. Trotzdem unser „Bataillion“ nur wenige Soldaten hat, müssen wir uns in 3 Gruppen zur Bekämpfung des Feindes aufteilen – auf der rechten Flanke befanden sich 3 – 4 Yankees über dem Bach im Gebüsch und auf dem Hang, gerade voraus befand sich die feindliche Artillerie samt Bedeckung und an der linken Flanke lagen sie hinter Erdwällen auf der Lauer. Schließlich hatten wir den Feind auf das eigentliche Schlachtfeld getrieben, wo auf dem Hügel schon zahlreiche Schlachtenbummler auf das Schlachtfest warteten.

 

Zuerst entwickelte sich ein Duell der Artillerie – zum Glück war auf beiden Seiten genügend Munition für die Geschütze bereit. Dann stieß unsere Infanterie in 2 Gruppen gegen den Feind vor, unterstützt durch unsere „Heckenschützen“ Gary und Pratter. Nach einigem Hin und Her ging uns schön langsam die Munition aus und nach einem Sturmangriff der Yankees war unsere Niederlage besiegelt – alle Mann bis auf einen  - gefallen. Die Kämpfe dauerten von ca. 10 Uhr vormittags bis ca. 16 Uhr nachmittags und ich schätze, in dieser Zeit wurden pro Mann rund 80 Schuß Munition verbraucht.

 

Nach dem üblichen Ehrensalut für die Zuschauer marschierten wir wieder über den altbekannten, steilen Weg zurück zum Lager. Da der Weg vom Lager zum Sportplatz relativ weit war, blieb, wer nicht gleich unten beim Fest geblieben war, jeder im Lager. Wir versammelten uns um das Lagerfeuer und Jiri sang und spielte auf der Gitarre und Josey trommelte dazu. Auch an diesem Tag wurde Wache gegangen und die Lagerfeuerrunde blieb bis weit nach Mitternacht wach.

 

Am Sonntag, den 15. Juni 2008 hieß es wieder zusammen packen und Abschied nehmen. Es war wieder ein wunderschönes, ereignisreiches Wochenende, das wir alle sehr genossen haben.

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